Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des OLG Hamm vom 12.08.2013 - Kein Schadensersatzanspruch bei Inkompatibilität der Schäden an einem Unfallfahrzeug zum vorgetragenen Unfallhergang

Es liegt kein Anspruch auf Schadensersatz vor, wenn sich die Beschädigung an einem Kfz nicht dem Unfallgeschehen zuordnen lässt, welches der Anspruchsteller vorgetragen hat, und er auch keinerlei weitere Angaben zu den Schäden macht bzw. das Vorliegen etwaiger Vorschäden bestreitet.

Aus den Gründen:

. ...Ist bewiesen, dass nicht sämtliche Schäden an einem Unfallfahrzeug auf das Unfallereignis zu rückzuführen sind, und macht ein Kläger zu den nicht kompatiblen Schäden keine Angaben bzw. bestreitet er das Vorliegen irgendwelcher Vorschäden, dann ist ihm auch für diejenigen Schäden, die dem Unfallereignis zugeordnet werden könnten, kein Ersatz zuzuerkennen. Denn wegen des nicht kompatiblen Schadens lässt sich nicht ausschliessen, dass auch der kompatible Schaden durch ein früheres Ereignis verursacht worden ist. Nach den Feststellungen kann der Schaden am Pkw des Kl. dem vom Kl. behaupteten Unfallgeschehen nicht zugeordnet werden.. .


Quelle: Urteil des OLG Hamm vom 12.08.2013, Az.: I-6 U 154/12

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