Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

Grüner Weg 103
D-52070 Aachen
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Fax: 0241/158000

Urteil des OLG Düsseldorf I vom 12.04.2011 zu den Anforderungen an den Nachweis der Kausalität zwischen Unfall und Verletzung durch den Verletzten

Dem Verletzten steht keine Schmerzensgeldforderung zu, wenn er nicht zweifelsfrei beweisen kann, dass seine Verletzungen aus dem Unfallereignis resultieren.

Aus den Gründen:

...Insbesondere vermag der Kläger den ihm obliegenden Nachweis nicht mit Hilfe des durch ihn vorgelegten Attests des ihn behandelnden Arztes unter Beweis zu stellen. Infolge der Kollision habe auf den Wagen des Kl. bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von ca. 40 km/h eine Geschwindigkeitsänderung in der Grössenordnung von nicht mehr als 5 km/h eingewirkt. Diesen Wert hat der Sachverständige als weit unter der sogenannten Harmlosigkeitsgrenze für Frontalkollisionen von ca. 20 km/h liegend bezeichnet und deshalb den unfallbedingten Eintritt einer Distorsionsschädigung der Halswirbelsäule definitiv ausgeschlossen. Die Würdigung der massgeblichen Parameter lässt den Rückschluss darauf zu, dass das Kollisionsereignis für den Kl. verletzungsneutral war...

Quelle: Urteil des OLG Düsseldorf I vom 12.04.2011, Az.: I-1 U 151/10

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