Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

Grüner Weg 103
D-52070 Aachen
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Urteil des OLG Düsseldorf vom 18.06.2014 zur Zulässigkeit einer Reparatur mit Gebrauchtteilen zur Einhaltung der 130%-Grenze

Die tatsächlichen Reparaturkosten können auch dann verlangt werden, wenn die Reparatur mit Gebrauchtteilen durchgeführt wird und die Kosten innerhalb der 130%-Grenze bleiben.

Aus den Gründen:

. ...Entgegen der Ansicht der Beklagten besteht keine Bindung des Klägers an die ursprüngliche Schadenskalkulation des DEKRA-Mitarbeiters. Diese ursprüngliche Schätzung legte zwar voraussichtliche Kosten der Reparatur fest, welche einen Wiederbeschaffungswert um mehr als 30% überstiegen. An dieser Schätzung hat indes der Sachverständige selbst nicht festgehalten, sondern in der Schätzung vom 09.05.2012 einen alternativen Reparaturweg für ausreichend erachtet, mit der die 130%-Grenze eingehalten wird. Vor diesem Hintergrund wäre dem Kl. umgekehrt ein Verstoss gegen die Schadensminderungspflicht vorzuwerfen, hätte er an der ursprünglichen Schadenskalkulation festgehalten. Insbesondere wird nicht die 130%-Rechtsprechung "ausgehöhlt".. ..



Quelle: Urteil des OLG Düsseldorf I vom 18.06.2014, Az.: 23 S 208/13

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