Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des LG Münster vom 08.12.2011 zum Anspruch des Versicherungsnehmers gegen den Kaskoversicherer bei Verursachung eines völlig belanglosen Fremdschadens

Ein unter der Bagatellgrenze liegender Fremdschaden liegt vor, wenn aufgrund eines sehr geringen Schadens nicht von einer gegnerischen Anspruchsgeltendmachung auszugehen ist und Handlungen zur Schadensbeseitigung nicht zwingend notwendig sind.

Aus den Gründen:

...Der Kläger hat gegen die Beklagte gemäss der Regelung unter A.2.1.1 und A.2.3.2 der AKB einen Anspruch auf Versicherungsleistungen. Von einem völlig belanglosen Sachschaden ist dann auszugehen, wenn wegen der Geringfügigkeit des Schadens mit der Geltendmachung von Ersatzansprüchen vernünftigerweise nicht zu rechnen ist und die Beseitigung des Schadens auch aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt erforderlich ist. Es kann dahinstehen, ob an dem Baum tatsächlich ein Schaden entstanden ist, der als nicht völlig belanglos anzusehen ist, da die Kammer nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme nicht ausschliessen kann, dass jedenfalls der Kläger von einem nur völlig belanglosen Fremdschaden ausgegangen ist...

Quelle: Urteil des LG Münster vom 08.12.2011, Az.: 15 O 60/11

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