Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des LG Koblenz vom 19.11.2007 zur Pflicht zur Finanzierung von Unfallkosten mittels Kredit

Es besteht kein Anspruch des Eigentümers eines unfallbeschädigten Kraftfahrzeugs auf Nutzungsausfallentschädigung, wenn dieser dadurch gegen die ihm nach § 254 II BGB obliegende Schadensminderungspflicht verstösst, dass er es unterlässt, sich um eine Kreditaufnahme für die beabsichtigte Fahrzeugreparatur zu bemühen.

Aus den Gründen:

...Der Kläger war im Rahmen der ihm obliegenden Schadensminderungspflicht gehalten, den Schaden so gering wie möglich zu halten und die Ersatzbeschaffung innerhalb der angemessenen Zeit vorzunehmen.

Fehlen ihm hierzu die finanziellen Mittel, kann ihm dann ein Mitverschuldensvorwurf gemacht werden, wenn er sich diese leicht hätte beschaffen können. Die Kreditaufnahme ist ein solches Beschaffungsmittel.

Selbst wenn der Kl. sich um einen Kredit bei der Hausbank bemüht und diese ihn wegen hoher anderweitiger Kreditbelastung abgelehnt haben sollte, hätte er damit allein nicht schon seiner Schadensminderungspflicht genügt...

Quelle: LG Koblenz, Az.: 5 O 351/07

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