Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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D-52070 Aachen
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Urteil des LG Kaiserslautern vom 07.02.2014 - Leistungsfreiheit des Versicherers bei alkoholbedingt grob fahrlässiger Unfallverursachung

Der Versicherer wird leistungsfrei, wenn der Versicherungsnehmer mit einer BAK von 0,9%o und somit grob fahrlässig mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert, weil er auf einer geraden Fahrbahn auf die Gegenspur geraten ist, ohne dass äussere Verkehrsumstände dazu beigetragen haben.

Aus den Gründen:

. ...Die grob fahrlässige Herbeiführung eines Verkehrsunfalls wird insb. bei Alkohol im Strassenverkehr bejaht. Nach diesem Massstab ist die Kammer überzeugt davon, dass der Kläger den Unfall grob fahrlässig verursacht hat, weil er im Unfallzeitpunkt alkoholbedingt fahruntüchtig war. An das Vorliegen der weiteren Umstände sind umso geringere Anforderungen zu stellen, je mehr sich die BAK der absoluten Fahruntüchtigkeit nähert. Bei der vorliegenden Mindestblutalkoholkonzentration von 0,90%o sind die an die Auffälligkeit des Fahrverhaltens zu stellenden Anforderungen daher vergleichsweise gering... ..

Quelle: LG Kaiserslautern vom 07.02.2014, Az.: 3 O 323/13

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