Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des LG Hagen vom 27.08.2012 zur Beweislast für die ordnungsgemässe Reparatur bei zweifelsfrei vorliegenden Vorschäden

Die Darlegungs- und Beweislast für die Ursächlichkeit der bei einem zweiten Unfall entstandenen, neuen Schäden bei zweifelsfrei vorliegenden Vorschäden, obliegt dem Geschädigten. Sie erstreckt sich auch darauf, dass Vorschäden durch eine ordnungsgemässe Reparatur behoben wurden, d.h. welche konkreten Schäden durch welche Reparaturmassnahme fachgemäss behoben wurden, wobei Beweismängel sich zu Lasten des Geschädigten auswirken.

Aus den Gründen:

...Der Kläger hat gegen den Beklagten keinen Anspruch aus §§ 7 I, 17 I, 18 I S.1 StVG, 823 BGB, 115 I VVG.

Der Kl. ist seiner Darlegungs-und Beweislast, dass die geltend gemachten Schäden durch ein Unfallereignis am 01.02.2012 verursacht wurden, nicht nachgekommen. Behauptet der Kl., dass der unstreitig vorhande Vorschaden durch eine fachgerechte Reparatur beseitigt worden ist, so muss er hinreichend konkret darlegen und beweisen, welcher eingrenzbare Vorschaden durch welche konkrete Reparaturmassnahme fachgerecht behoben worden sein soll...

Quelle: Urteil des LG Hagen vom 27.08.2012, Az.: 2 O 93/12

 

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