Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des LG Essen vom 24.04.2012 zu der konkreten Darlegung der Reparaturmassnahmen eines Vorschadens zur Abgrenzung des aktuellen Unfallschadens

Der Geschädigte eines Verkehrsunfalls hat zur erfolgten Beseitigung bestehender Vorschäden an einem Kfz in Abgrenzung zu den unfallbedingten Schäden substantiiert vorzutragen und zu beweisen, welcher konkrete Vorschaden durch welche konkrete Reparaturmassnahme beseitigt wurde.

Aus den Gründen:

...Es finden sich keine Anhaltspunkte für unreparierte Vorschäden, die im Gutachten mitkalkuliert wurden. Der dort kalkulierte Schadensumfang kann alleine aus diesem Unfallereignis resultieren. Bei unstreitig vorhandenen Vorschäden muss der Geschädigte jedoch die Ursächlichkeit zwischen dem neuen Unfall und den danach vorliegenden neuen Schäden darlegen und ggf. beweisen. Hierfür muss er ausschliessen, dass Schäden gleicher Art und gleichen Umfangs schon früher entstanden sind. Damit ist der Kläger der ihm obliegenden Darlegungs- und Beweislast nicht nachgekommen. Er hat insb. nicht angegeben, wann und wie die Vorschäden genau beseitigt worden sind...

 

Quelle: Urteil des LG Essen vom 24.04.2012, Az.: 8 O 357/10

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