Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des LG Bonn vom 26.02.2009 - Kein Vorliegen eines Sachmangels bei altersüblichen Verschleisserscheinungen

Beim Kauf eines gebrauchten Pkw sind altersübliche Verschleisserscheinungen kein Sachmangel.

Aus den Gründen:

...Zugegeben ist dem Kläger, dass allein dem Umstand, dass der Gewährleistungsanspruch auf ein "Verschleissteil" gestützt wird, nicht zwingend zur Folge hat, dass kein Sachmangel im Sinne des § 434 BGB vorliegen kann. Die Frage, ob der Riss des Zahnriemens als "normaler" Verschleiss oder Mangel einzuordnen ist, ist im Einzelfall zu beurteilen. Die Kammer hält jedoch daran fest, dass der streitgegenständliche Pkw keinen Sachmangel im Sinne des § 434 I S.2 Nr.2 BGB aufwies. Der Wagen entsprach hinsichtlich des Zustands des Zahnriemens demjenigen, der bei Sachen gleicher Art üblich ist und den der Kl. nach Art der Sache erwarten durfte. Nach diesem Vergleichsmassstab sind beim Kauf eines
gebrauchten Pkw das Alter, der Preis und die Laufleistung massgebliche Beurteilungskriterien, ob es sich um eine normale altersübliche Verschleisserscheinung oder um einen Sachmangel handelt...

Quelle: Urteil des LG Bonn vom 26.02.2009, Az.: 8 S 191/08

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