Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des BGH vom 08.05.2012 - Grundsätze der Schätzung einer Auslagenpauschale nach § 287 ZPO bei Ersatzanspruch des Geschädigten für Aufwendungen

Zur Schätzung einer Auslagenpauschale für Aufwendungen des Geschädigten.

Aus den Gründen:

..Eine völlig abstrakte Berechnung des Schadens, auch in Form der Schätzung eines "Mindestschadens", lässt § 287 ZPO grundsätzlich nicht zu. Im Streitfall sind keine für eine Schadensschätzung zureichenden Anknüpfungstatsachen gestellt. Welche Auslagen für Telefonate, Briefwechsel oder Fahrtkosten die Abwicklung von Leitungsschäden typischerweise erfordert, ist weder ersichtlich noch vorgetragen. Soweit hinsichtlich solcher Kosten bei der Abwicklung von Verkehrsunfallschäden regelmässig von näherem Vortrag abgesehen wird und die Rspr. dem Geschädigten eine Aus lagenpauschale zuerkennt, auch wenn Anknüpfungstatsachen hierfür im konkreten Einzelfall nicht dargetan sind, ist dies dem Umstand geschuldet, dass es sich bei der Regulierung von Verkehrsunfällen um ein Massengeschäft handelt...

Quelle: Urteil des BGH vom 08.05.2012, Az.: VI ZR 37/11

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