Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des AG Hamburg St.-Georg vom 25.07.2012 zur Angemessenheit der Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts im Rahmen der Regulierung eines aus einem Verkehrsunfall resultierenden Schadens

Ein Geschädigter ist stets berechtigt, sich im Rahmen der Regulierung eines Verkehrsunfallschadens eines Rechtsanwalts (RA) zu bedienen. Dies gilt insbesondere deshalb, da erfahrungsgemäss Versicherer bei Vorliegen eines Schadens mit verschiedenen Schadenspositionen häufig Einwendungen geltend machen. Insofern ist einem Geschädigten nicht zuzumuten, sich ohne rechtlichen Beistand mit der Haftpflichtversicherung des Schädigers auseinanderzusetzen. Die durch Inanspruchnahme eines RA entstehenden Kosten sind vom Schädiger zu ersetzen.

Aus den Gründen:

...Da die Angemessenheit von Schadenspositionen aufgrund der immer komplexeren und umfangreichen Rechtsprechung für einen nicht Rechtkundigen insgesamt schwer überschaubar ist, darf sich der Geschädigte grds. eines erfahrenen RA zur Schadensregulierung bedienen. Ein geschäftsunerfahrener Geschädigter darf sich von Anfang an zur Überprüfung etwaiger Einwendungen der Versicherung der Hilfe eines RA bedienen...

Quelle: Urteil des AG Hamburg St.-Georg vom 25.07.2012, AZ: 915 C 161/12

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