Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des AG Düsseldorf vom 24.08.2007 zur Rechtfertigung für plötzliches starkes Abbremsen durch auf die Strasse laufenden Hund

Muss der Fahrer eines Fahrzeuges plötzlich stark bremsen, weil ein Hund auf die Strasse läuft, trifft ihn kein Verschulden an dem Auffahren eines hinter ihm fahrenden Pkw.

Aus den Gründen:

...Dem Kläger steht aus dem Unfallereignis gegen die Beklagte kein Anspruch auf Schadenersatz zu.

Die nach §§ 7 I, 17, 18 StVG vorzunehmende Abwägung ergibt, dass das allein unfallursächliche Verschulden auf Seiten der kl. Fahrzeugführerin, welche auf das Beklagtenfahrzeug auffuhr, liegt. Der Bremsvorgang des Bekl. erfolgte, wie er geschehen ist, nach Massgabe des § 4 I S.2 StVO.

Es bestand ein zwingender Grund für den Bekl., stark abzubremsen. Dieser zwingende Grund ergibt sich aus dem unstreitigen Tatbestand. Ein Schäferhund, der sich am Strassenrand befindet und plötzlich los läuft, ist ein zwingender Grund im Sinne von § 4 I S.2 StVO. Dem Bekl. war auch nicht zuzumuten, abzuwägen, ob der Schäferhund jung oder ausgewachsen oder gross oder klein war...

 

Quelle: Urteil des AG Düsseldorf vom 24.08.2007, Az.: 30 C 7132/07

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